Harry Potter und der Halbblutprinz


Filmstart: 16.7.
Regie: Peter Yates;
Darsteller: Daniel Ratdliffe, Emma Watson, Rupert Grint u.a.

Inzwischen hat auch die Muggelwelt mitbekommen, dass es in der Welt der Zauberer drunter und drüber geht. Da muss dann auch mal eine Brücke über die Themse dran glauben, zerstört von mörderischen Todessern. Auch Hogwarths schottet sich mit Bannzaubern von den bösen Magiern ab. Dennoch versucht man, den normalen Schulalltag durchzuziehen. Und da hilft Harry Potter ein altes Schulbuch. Das wurde von einem Typen namens Halbblutprinz mit sehr sinnvollen handschriftlichen Anmerkungen versehen – ruckzuck avanciert Harry zum besten Schüler bei Horace Slughorn, dem neuen Lehrer für Zaubertränke. Doch im Wesentlichen sind die Jugendlichen mit dem anderen Geschlecht beschäftigt: Ron Weasley hat immer noch nicht kapiert, dass Hermine Granger in ihn verschossen ist, ähnlich ergeht es Harry mit Rons kleiner Schwester Ginny. Und was treibt eigentlich der Blondling Draco Malfoy? Tja, der führt derart Böses im Schilde, das er sich nicht mal mehr mit Harry und Co. herumstreiten mag. Und wer ist eigentlich dieser Halbblutprinz? Und auf welcher Seite steht Snape?

Wie schon bei „Harry Potter und der Orden des Phoenix" führte in dieser sechsten Verfilmung eines Potter-Romans Peter Yates Regie. Und der konzentriert sich neben einigen hübschen Spezialeffekten doch hauptsächlich auf das Liebesleben seiner Protagonisten. Das ist nur mäßig spannend, und auch sonst gewinnt man den Eindruck, als würde der Film lediglich die wichtigsten Stationen der Vorlage abarbeiten. So erscheinen einem die 153 Minuten trotz Quidditch-Spiel, Todessern und vielen dunklen Wolken ganz schön lang. Wie man hört, soll der siebte und letzte Potter-Band als Zweiteiler ins Kino kommen. Das klingt auch nicht gerade nach Kurzweil, vor allem weil Harry und Co. ja die Hälfte des siebten Buchs beim Campen im Wald zubringen. Für Fans ist dieser sechste Film natürlich trotz aller Einwände ein Muss.

Martin Schwarz

Stand: 13.7.2009

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